Pen and Paper/Roleplaying

Diejenigen unter euch, die wissen, was Pen and Paper ist, können den ersten Teil überspringen. Für alle anderen:

Was is'n dat?
Ich versuche es kurz zu halten.
Eine Spielgruppe, meist Rollenspielrunde genannt, besteht aus einem Spielleiter und mehreren Spielern (meist 3-5). Die Gruppe versucht nun gemeinsam eine Geschichte (ein Abenteuer) gemäß den Regeln des gewählten Rollenspielsystems zu lösen.

Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Charakters in der Geschichte und beschreibt dessen Handlungen, während der Spielleiter die umgebende Welt beschreibt und mit Leben erfüllt.
Die Spieler spielen nicht gegeneinander und auch nicht gegen den Spielleiter, sondern versuchen gemeinsam die Geschichte zu einem glücklichen Ende zu bringen, während der Spielleiter für die „Stolpersteine“ sorgt, die eine Geschichte erst spannend machen: Verschwörungen und Rätsel, Monster und Schurken, aber auch Verbündete.
(geklaut von hier)

Jeder Spieler bekommt ein sogenanntes Character Sheet, sprich ein Blatt Papier, auf dem alles drauf steht, was man über den Charakter wissen muss. Je nach Spielsystem sehen die anders aus, weil andere Informationen wichtig sind. Hier sind einmal zwei Beispiele, wie das Ganze aussehen kann:



Ab hier geht's auch für die Überspringer weiter


Auf ins Unbekannte


Brav wie ich bin, bin ich natürlich erstmal am 19.09. zu den Schnupper One-Shots (Abenteuer, die nur einen Abend lang gehen) gegangen. Ganz alleine laufe ich also durch das Gebäude der Union, dass gar nicht mal so groß ist, aber TROTZDEM und suche nach dem Treffpunkt - die nächste Treppe hoch sehe ich geradeaus in einem großen Vorraum viele Menschen stehen. Einmal kurz umgeschaut und ich stelle fest: 70% männlich, 50% haben sich seit mindestens einer Woche nicht die Haare gewaschen, ein paar Leute tragen Band T-Shirts. Ich bin also richtig. Die Meisten scheinen sich untereinander zu kennen und stehen in kleinen Gruppen beieinander, ein paar stehen alleine. Ich warte also ebenso geduldig alleine. Irgendwas kommt Bewegung in den Pulk, alle scheinen sich in einen der Räume zu bewegen, ich also Kopfhörer aus den Ohren und hinterher. Drinnen stellt sich vorne eine Reihe Leute als das Komitee der Society vor. Präsident, Vize-Präsidentin, Kassenwart, noch ein paar, deren Funktion ich schon wieder vergessen habe.

 Die GMs (= Gamemaster = Spielleiter*innen) werden gebeten, sich an die Seite des Raumes zu stellen, wo vorher das Komitee stand. Nacheinander stellen sie ihre One-Shots vor. Kurz darauf werden alle "alten Hasen" gebeten, rauszugehen. Ca. 70% setzen sich in Bewegung, ich bleibe. Die GMs verteilen sich im Raum
Die "Neulinge" dürfen sich jetzt auf die GMs verteilen. Mehr aus Faulheit und weil ich mich ohnehin nicht entscheiden konnte bleibe ich wo ich bin. Die Spielleiterin, die neben mir steht macht Supernatural. Das kenn' ich, von der Serie hab ich neun Staffeln geschaut, passt. Ein anderer Neuling kommt auch dazu. Als sich alle Neulinge verteilt haben, dürfen die alten Hasen wieder herein, um sich zu verteilen. Zwei weitere kommen zu uns. Wir sind also vier Spieler und eine GM. Perfekt.
Eine längere Fassung zu diesem One-Shot kommt vielleicht irgendwann noch, ich halte es nur an dieser Stelle kurz: Wir hatten unglaublich viel Spaß, niemand ist gestorben und wir haben den Fall gelöst. Ein Erfolg auf voller Ebene.
Um 23 Uhr ist Ende, wir gehen jede*r unseren Weg, zwei gehen noch in die Bar. Draußen spreche ich noch kurz ein Komiteemitglied an und frage, wie es denn weitergehe, wenn man beitreten wolle. "Nächste Woche Montag, Mittwoch oder Donnerstag wiederkommen, dann regeln wir alles", sagt sie.
Also komme ich in der nächsten Woche am Donnerstag wieder ...

Woche Nummer 2

Selbe Zeit, selber Ort, nur diesmal warte ich nicht alleine. Als ich dieses Mal die Treppe hochkomme, erkennt mich Rory, einer der Mitspieler der letzten Woche wieder. Wir unterhalten uns kurz, bevor sich alles in den Raum bewegt.
Zunächst einmal stellen Rory und Maria noch zwei Spiele für mittwochs vor, weil sie noch Plätze frei haben. Marias finde ich interessant, sie bietet wöchentliche One-Shots an. Also mache ich mich bei dem Kommando "Los" auf den Weg zu ihr - einmal quer durch den Raum. Ich bin die Einzige der ca. 35 Anwesenden, die sich in Bewegung setzt. Wieder mal eine Punktlandung. Maria und ich tauschen kurz Facebook aus, sie fügt mich zu einer Gruppe hinzu.
Weiter geht es also mit den Donnerstagsspielen. Dasselbe Prozedere wie die vorherige Woche nimmt ihren Lauf - GMs auf eine Seite, Spiele vorstellen, Neulinge suchen zuerst aus. Ich überlege noch kurz zwischen zwei Möglichkeiten, entscheide mich dann aber für Adithya und Daniel. Die beiden wechseln sich ab - eine Woche macht Adithya sein System, die andere Daniel seins. "Perfekt", denke ich, "dann muss ich nur alle zwei Wochen hin und es wird nicht zu viel mit mittwochs". Daniel hat letztendlich mit der Ansage "Kurz gesagt: Weltall" gewonnen. Das System, was er spielt kenne ich ein wenig, von daher müsste ich nicht ganz verloren sein.
Als sich alle sortiert haben, setzen wir uns in unseren Spielgruppen zusammen - kurze Vorstellungsrunde, dann geht es an die Charaktere.

Zur Weltraumrunde gehören:
Tim: eigentlich im 3. Jahr, muss aber ein Modul aus dem Zweiten wiederholen, Informatik.
Adithya: 3. Jahr, Informatik.
Daniel: GM, 3. Jahr, Informatik.
Neilson: 3. Jahr, Informatik.
Jacob: macht seinen Doktortitel in - dreimal dürft ihr raten - Informatik. Unterrichtet witzigerweise die Anderen einmal die Woche und bewertet teilweise Hausarbeiten.
Mareile: 1. Jahr, Geschichte und europäische Sprachen.

Ich merke schon schnell, hier werde ich mich wohl fühlen.

Kurz bevor wir gehen, wird auch hier nochmal eine Gruppe gemacht, damit wir uns absprechen können.












Kommentare

  1. Jetzt versteht Tina, woher die Überlegung kam, noch Informatik als Studienfach dazu zu nehmen ;-).

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